Mit diesem Projekt unterstützen wir die ärmsten Familien auf den Schwemmland-Inseln im Fluss Teesta im Norden von Bangladesch.

Für uns unvorstellbar leben auf den sog. Chars Bengalen, die daran gewöhnt sind, dass ihr Gehöft wochenlang unter Wasser steht, manchmal sogar ganz verschwindet, an anderer Stelle quasi wieder auftaucht, so dass sie mit ihrem Hab und Gut umziehen müssen. Die Haupteinnahmequelle der Choira bildet die Landwirtschaft, die sie durch Kleintierzucht, Handel und Fischerei ergänzen. Allerdings leben auf diesen Inseln meist Menschen, die gar kein eigenes Land besitzen, sondern die auf den Feldern der „Reichen“ arbeiten. So zeigt sich hier der bekannte Teufelskreis aus Armut, mangelnder Ernährung, schlechter Gesundheit, einem ganz niedrigem Bildungsgrad der Kinder, was wiederum deren verminderte Arbeitsfähigkeit und -chancen bestimmt. Ziel unseres neuen Projektes ist es mit der bengalischen Partnerorganisation Jagorani Chakra Foundation, Familien zu befähigen, dauerhaft Einkommen zu erzielen, mit dem sie

  • das Lebensminimum an Nahrung, Kleidung, Wohnraum
  • Gesundheitsversorgung sowie Bildung für die Kinder

bestreiten können.

Speziell mit den Müttern wurde das Projekt entwickelt. Sie gründen eigene kleine Selbsthilfe-Organisationen, die den Weg aus dem Teufelskreis der Armut ebnen. Die Frauen erhalten als Startkapital Ziegen oder Hühner für eine kleine Farm, eine Milchkuh oder eine Ausstattung für einen Laden. Zusätzlich nehmen sie an Schulungen teil in Gemüseanbau, in Tierhaltung, in Hygiene und in der Organisation ihrer Selbsthilfe-Institutionen, die dauerhaft den Erfolg der Arbeit sichern.

Ein/e Entwicklungsarbeiter/in kommt regelmäßig ins Dorf, um etwa einen Familien-Entwicklungsplan aufzustellen, der eine Strategie zur Verbesserung des Einkommens genauso enthält wie den Bau der eigenen Toilette, das Sparen für Notzeiten wie den Schulbesuch der Kinder. Eine landwirtschaftliche Fachkraft und ein Tiermediziner bieten die erforderlichen Beratungen und Dienstleistungen. Nach drei Jahren sollen die Frauen sich eine eigene kleine Existenz aufgebaut und die Familien damit die schlimmsten Formen von Armut dauerhaft überwunden haben.

Das Projekt wird von der EU mitfinanziert.