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Das Pilot-Projekt „Blended Learning“ zur Entwicklung und Einführung webbasierter Lernumgebungen für die innovative Unterrichtsgestaltung wurde in den Jahren 2007 und 2008 durchgeführt. Blended Learning ist eine didaktisch optimierte Mischung zwischen e-learning und Präsenzunterricht. Inhalt des Projekts waren Entwicklung, Test und Implementation von multimedialen Unterrichtsmaterialien aus dem naturwissenschaflich-technischen Bereich für Blended Learning. Im Rahmen der Initiative hatten sich 10 Schulen, darunter das Michael-Ende-Gymnasium Tönisvorst, zu einem deutsch-niederländischen Netzwerk zusammengeschlossen. In grenzüberschreitender Zusammenarbeit entwickelten 34 Lehrkräfte für die Fächer Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Technik und Informatik Unterrichtseinheiten, auf welche in der Erprobungsphase 470 Schüler, darunter auch Schülerinnen und Schüler des Michael-Ende-Gymnasiums, über das Internet mittels des modernen Lernmanagementsystems MOODLE zugreifen konnten. Der Einsatz neuer Medien in Verbindung mit klassischem Unterricht ist besonders wegweisend, denn neben der multimedialen Darbietung von Inhalten wird die Fähigkeit zu selbstständigem und lebenslangem Lernen gefördert. Der länderübergreifende Charakter des Projektes fördert außerdem den Europagedanken. Quelle: WZ, 13. Februar 2008 WILLICH / TÖNISVORST AKTUELL Premiere in St. Tönis: Chemie-Test am PCUnterricht der Zukunft wird im Michael-Ende-Gymnasium praktiziert: Der Computer ist „Mädchen für alles“. Biologie- und Chemielehrer Dr. Thomas Zöllner setzt das Computer-gestützte Lernen in seinem Unterricht am Michael-Ende-Gymnasium um. Chemie steht in der Klasse 10a des Michael-Ende-Gymnasiums in St. Tönis auf dem Stundenplan. 28 Schüler arbeiten an einem Säureversuch im Chemieraum. Dort schütteln Schüler Glasbehälter, hier wird etwas in Erlenmeyerkolben gefüllt. Doch keine aufgeschlagenen Hefte, in denen die Schüler Eintragungen machen, sind zu sehen. Stattdessen laufen zeitgleich mehrere Computer im Raum und die Tastaturen klappern. Ein anderer Unterricht hat in der 10a Einzug gehalten: Das Interreg-Projekt „Blended Lerning“ mit dem Lernmanagementsystem Moodle. Dahinter verbirgt sich ein Lernen, in dem der Computer ein fester Bestandteil ist. Denn hier richten Lehrer Plattformen für Schüler ein, mit Hilfe derer sie unter anderem ihre Hausaufgaben erledigen, Nachfragen stellen und Tests schreiben können – und im Unterricht arbeiten. Das Ganze ist dabei am Michael-Ende-Gymnasium ein Probeprojekt, an dem die Schule teilnimmt. Den Stein ins Rollen gebracht hat der Biologie- und Chemielehrer Dr. Thomas Zöllner. „Ein Freund von mir hat vor zwei Jahren den Verein Moodle-Schule gegründet. Er hat mir das Projekt vorgestellt und ich habe gedacht, probier es doch mal aus.“, erinnert sich Zöllner.
Modellversuch für neunte und zehnte JahrgängeDer erste Versuch, mit einer Lernplattform zu starten, ging vor knapp zwei Jahren mit einem Leistungskurs Biologie los, den Zöllner unterrichtet. „Ich habe überlegt, was man im Kurs per Computer umsetzen kann, was Sinn macht und eine Plattform für meine Schüler innerhalb von Moodle kreiert, die sie alle nutzen können“, berichtet der Lehrer. Dann aber nahm alles größere Dimensionen an. Über die Stadt Krefeld wurden verschiedene Schulen angesprochen, ob sie an einem Modellversuch für die neunten und zehnten Schuljahre sowie die Oberstufe mitarbeiten wollten. Zöllner stellte die Idee dem Schulleiter vor, der sofort grünes Licht gab. Zusammen mit fünf bis zehn Lehrern – je nach Fachgebiet – anderer Schulen, darunter auch ein niederländischer Kollege, machten sie sich daran für die Fächer Chemie, Biologie, Physik, Mathe und Informatik länderübergreifende Plattformen für den Unterricht und die Schüler zu entwickeln. Unterstützt werden sie technisch dabei vom Kommunalen Rechenzentrum in Moers, denn hinter den Plattformen steckt jede Menge Technik. Die Vorbereitungen dauerten knapp ein Jahr. Nun ist das Projekt in die Erprobungsphase gegangen. „Wir haben die Hälfte gerade rum und ich muss sagen, es wird sehr gut angenommen und funktioniert prima“, zieht Zöllner ein Zwischenergebnis. Aber nicht nur er sieht es so. „Das sind ganz neue Erfahrungen, die man macht. Mir macht es Spaß, so zu arbeiten und zu lernen“, verrät der 16-jährige Alexander. Der ein Jahr jüngere Niklas kann sich dem nur anschließen. „Ich finde es gut, dass der Computer einbezogen wird. Das ist Unterricht der Zukunft“, lautet sein Kommentar. Gestern feierte Moodle eine weitere Premiere am St. Töniser Gymnasium. Dort wurde der erste Chemie-Test per Computer auf der Moodleplattform geschrieben. „Das Tolle ist, die Schüler hatten nach Absenden des Testes direkt ihr Ergebnis“, berichtet Dr. Zöllner. So schnell kann man nur dank entsprechender Technik und Programmierung sein. 13.02.2008, Bianca Treffer
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