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Bilingualer Unterricht am MEGBeginnend mit dem Schuljahr 1990/91 ist am Michael-Ende Gymnasium der Stadt Tönisvorst ein bilingualer Zweig mit der Partnersprache Englisch eingerichtet worden. Die Bedeutung der englischen Sprache als Weltsprache Nr. 1 im Bereich der Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Touristik ist unumstritten. Sichere Englischkenntnisse sind eine der wichtigsten Voraussetzungen für eine mehrsprachige europäische Zukunft. Hierzu leistet der bilinguale Unterricht einen wichtigen Beitrag. BILINGUAL LEARNING: Make English your tool for success
Was ist ein bilingualer Zweig? Darunter ist ein seit über dreißig Jahren möglicher gymnasialer Bildungsgang zu verstehen, in dem die Schülerinnen und Schüler die allgemeine Hochschulreife erwerben und gleichzeitig eine Sprachkompetenz des Englischen erreichen können, die über das bisher übliche Maß hinausgeht. Alle Vorgaben sind durch den Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 15.04.2007 geregelt. Der bilinguale Bildungsgang unterscheidet sich von der normalen Schullaufbahn am Gymnasium in den folgenden Punkten:
Welche Ziele verfolgt der bilinguale Zweig?
Wie sieht die Schullaufbahn des bilingualen Zweiges im Einzelnen aus?
In den Jahrgangsstufen 5 und 6 erhalten alle Schülerinnen und Schüler je zwei zusätzliche Stunden Englischunterricht. Diese Vorbereitung geschieht auf der Basis des in den Parallelklassen ebenfalls verwendeten Lehrwerks ENGLISH G 21 (Cornelsen), das mit seinen landeskundlichen Lektionen den Ausgangspunkt für die sprachliche und erste thematische Erweiterung geografischer und historischer Sachverhalte darstellt. Die beiden zusätzlichen Unterrichtsstunden in den Klassen 5 und 6 bieten die Möglichkeit der Vertiefung und individuelle Förderung durch Wiederholungen, Rollen- und Lernspiele, Lieder, kurze Theaterstücke und Sketche sowie zusätzliche erste Lektüren. Hierbei wird der lernpsychologische Vorteil genutzt, dass Kinder dieser Altersstufe eine Fremdsprache spielerischer und schneller erlernen können. Im Rahmen der Erprobungsstufenkonferenzen beraten die Lehrerinnen und Lehrer der einzelnen Klassen darüber, welche Schülerinnen und Schüler je nach Sprachbegabung (Mindestnote ,befriedigend’), Leistungsfähigkeit, Belastbarkeit und Einsatzbereitschaft für den bilingualen Zweig geeignet erscheinen.
*Die Stundetafel basiert auf dem RdErl. Des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 15.04.2007. In den Klassen 7 - 9 werden die Sachfächer Erdkunde (in Klasse 7 eine Zusatzstunde, Klasse 8 zwei Zusatzstunden), Geschichte (in Klasse 8 und 9 je eine Zusatzstunde) bilingual unterrichtet. Die Partnersprache Englisch wird als Unterrichtssprache (überwiegend) verwendet, die fachspezifischen Begriffe jedoch auch in der deutschen Sprache eingeführt und sichergestellt. Die Erhöhung der Stundenzahl dient dazu, die anfängliche Zeitverzögerung durch die Erarbeitung der jeweiligen Fachsprache und der erweiterten allgemeinen Sprachfähigkeit aufzufangen und berücksichtigt so das anfangs reduzierte Lerntempo des jeweils neu einsetzenden bilingualen Sachfaches. Nach Abschluss der Jahrgansstufe 9 entscheiden die Schülerinnen und Schüler über ihre weitere Schullaufbahn. Ihnen stehen - wie den nicht bilingualen Schülerinnen und Schülern - alle Wahlmöglichkeiten des Kurssystems der gymnasialen Oberstufe offen. Falls sie das bilinguale Abitur anstreben, wählen sie in der Jahrgangsstufe 10 einen Grundkurs im Fach Englisch (3-stündig) sowie Grundkurse in den Fächern Erdkunde und Geschichte (je 3-stündig) in der Partnersprache. In einer Wahl am Ende der Jahrgangsstufe 10 entscheiden sie darüber, welches der beiden bilingualen Sachfächer sie in den beiden folgenden Jahren bis zum Abitur belegen möchten. *Zur Organisation des bilingualen Unterrichts in der Sekundarstufe II liegt zurzeit noch kein neuer Erlass vor. Die Ausführungen entsprechen der Diskussionsgrundlage des zu erwartenden neuen Runderlasses. Der Besuch des bilingualen deutsch-englischen Zweiges bedeutet für jede Schülerin und jeden Schüler eine große Chance seine englische Sprachkompetenz im Laufe ihrer / seiner Schullaufbahn zu optimieren und somit einen enormen und nachhaltigen Wettbewerbsvorteil für ihre/seine weitere berufliche Zukunft. Stand: 05/2009 |
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