Auszug der Qualitätsanalyse durch das MSW NRW:
  • Pflege einer lebendigen und wertschätzenden Schulgemeinschaft mit ungewöhnlich vielfältigen Bildungsangeboten
  • Beispielgebende Forder- und Förderangebote über Profilbildung, Unterstützungsmaßnahmen und den Blick auf jeden einzelnen Schüler
  • Vorbildliche Entwicklung der personalen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler
  • Hohe Identifikation aller Beteiligter mit ihrer Schule und sehr gute informelle Zusammenarbeit aller Gruppen

Bei dem Bau eines Brunnens stieß man 1858 das erste Mal auf Braunkohle in der Nähe von Grevenbroich und 1861 wurden die ersten Grabungen beantragt, jedoch wurden an diesen drei beantragten Orten die Grabungen nie begonnen, beziehungsweise 1869 wieder gestoppt.

Von 1905 bis 1961 existierte die „Grube Neurath“, die, anders als der Abbau von 1858-1869, ein Tagebau war. Eine Gewerkschaft mit dem Namen „Rheingold“, später „Gewerkschaft Neurath“, übernahm jene Arbeit. 1935 wuchs das Gebiet des Abbaus weiter und 1952 kam es zur Fusion der Gewerkschaften „Neurath“, „Prinzessin Viktoria“, „Glücklicher Fall“ und „Union“, aus der 1959 die „Rheinische Braunkohlenwerke AG“ hervorging.

Unter dem Namen Frimmersdorf-Süd existierte der Tagebau ab 1961, aus dessen Zusammenschluss mit Frimmersdorf-West 1983 Garzweiler II entstand. Am 31.03.1995 wurde dieses Abbaugebiet von der Landesregierung genehmigt. Das Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk (RWE Power AG) betreibt dieses und mehrere weitere Braunkohleabbaugebiete in Deutschland.

Garzweiler II hat eine Größe von 30,96 km2 und es werden 35-40 Millionen Tonnen Braunkohle im Jahr gefördert. Beschäftigt sind auf diesem Gelände 1725 Mitarbeiter der RWE Power AG.

Unsere Exkursion nach Garzweiler begann mit dem Treffen um 7:15 Uhr und der Abfahrt von der Schule um 7:30 am Freitag, den 05.05.2017. Um ungefähr 8:30 Uhr erreichten wir dann Garzweiler und wurden um etwa 8:50 Uhr von dem Mann begrüßt, der uns mit einer Einführung in das Thema, anhand des großen Modells in der Mitte des Raumes, welches das gesamte Braunkohlegebiet zeigte, näherbrachte. Anschließend zeigte er uns anhand einer Karte das gesamte Braunkohlerevier. Der Tagebau Garzweiler hat eine riesige Betriebsfläche, sowie eine ehemalige Betriebsfläche, die bereits rekultiviert wurde. Es sind unterschiedliche Rekultivierungstypen auf dieser Karte zu erkennen, wie die landwirtschaftliche Rekultivierung. Das heißt, die Landwirte des Unternehmens bauen in den ersten Jahren Pionierpflanzen an, deren Hauptaufgabe es ist den Boden biologisch zu aktivieren, sodass man später Getreide und andere Feldfrüchte anbauen kann. Fachleute der RWE Power verwenden Schleppen und Landmaschinen, damit der junge Boden nicht so stark verdichtet. Nach vier Jahren dürfen Landwirte den Boden wieder nutzen. Zum anderen gibt es die forstliche Rekultivierung, deren Ziel es ist, eine Waldgemeinschaft zu gründen. Es werden verschiedene Baumarten gepflanzt die das Landschaftsbild aufleben lassen sollen. RWE Förster pflanzen jährlich etwa 100.000 Gehölze auf Kippenflächen an und ernten zudem Baumsamen, um die heimischen Altwälder zu erhalten. Heutzutage gibt es dort 19km2 mehr Wald als vor dem Braunkohleabbau. Jedoch konnte man anhand der Karte sehen, dass am häufigsten künstliche Seen angelegt werden. Inmitten des Tagebaus sind Umsiedlungen zu erkennen, zu denen wir später gelangen sollten.

Damit wir uns eine bessere Meinung von Garzweiler bilden konnten, folgte nach der Einleitung des Mitarbeiters ab 9:45 Uhr eine zweistündige Busfahrt durch das Braunkohlerevier. Der Tagebau ist sehr gut gesichert, damit sich Unbefugte keinen Zutritt verschaffen können, sodass wir uns zur Anmeldung am Eingang melden mussten. Es gibt Sanitäts- und Feuerwehrstationen für die Mitarbeiter und es gibt spezielle Dienstwagen der RWE Power, die für das Gelände gut geeignet sind und dem Bus, der ungeeignet für die Wege war, ausweichen mussten. Diese Geländewagen sind weiß, damit man sie bei Unfällen oder im Dunkeln sehen kann.

Während der Busfahrt erklärte uns der Mitarbeiter der RWE, dass von montags bis samstags die Arbeiten stattfinden. Sonntags beginnen die Reparaturarbeiten und es laufen nur die Kraftwerke. Das Betriebsgelände ist insgesamt 60km2 groß und dort sind insgesamt 2.500 Mitarbeiter der RWE beschäftigt, die in drei Schichten arbeiten. Während der Fahrt durch das Gebiet konnte man rechts und links am Straßenrand Bandanlagen erkennen. Jene Bandanlagen sind, neben den Zügen, die wichtigsten Transportmittel, denn sie transportieren sämtliche Materialien zum Bandsammelpunkt. Ein Meter dieses Bandes kostet etwa 10.000€ und es gibt insgesamt 200km des Bandes im ganzen Revier. Der Bandsammelpunkt kostet alleine 60 Mio. €. Neben diesem Bandsammelpunkt befindet sich ebenfalls die Betriebsüberwachung. Die eben erwähnten Züge haben pro Wagen 14 Wagons und ein Wagen kann mit 150 Tonnen Material gefüllt werden. Des weiteren erklärte der Mitarbeiter, dass 90% der abgebauten Braunkohle verstromt wird und sie nur 3,5% für den Eigenbedarf benötigen.

Die Fahrt ging weiter in Richtung des Abbaugebietes. Man sah ganz viele verschiedene Bodenschichten, die, je tiefer man in den Boden gebaggert hat, dunkler wurden. Der Boden ist bis zu 25 Mio. Jahre alt und es gibt teilweise archäologische Funde und alte Tierknochen, die inzwischen gezielt gesucht werden. 14 Großbagger sind zurzeit aktiv, von denen die meisten aus den 50er und 60er Jahren sind. Außerdem sahen wir den größten Bagger des Tagebaus, der 13.500 Tonnen schwer ist, und somit das dreifache Gewicht des Eifelturms und 2/3 der Größe des Kölner Doms aufweist. Er kann pro Tag ca. 300.000 Tonnen Kohle abbauen und es arbeiten nur vier Arbeiter zugleich auf dem Bagger. Es gibt zwei Baggerführer, einen Schichtführer, der Kontrollgänge macht und einen Belademeister.

Unsere Fahrt ging weiter zu einer Aussichtsplattform, von der aus man den ganzen Braunkohletagebau sehen konnte. Uns fiel auf, dass an den Berghängen braune Stäbe stehen, die, wie wir daraufhin erfuhren, das Gebiet bewässern um die Staubbelastung zu verringern.

Nachdem wir aus dem Braunkohletagebau wieder hinausgefahren waren, fuhren wir durch rekultivierte Gebiete. Als Erstes durch ein landwirtschaftlich rekultiviertes Gebiet, was bedeutet, dass die Felder von Bauern wieder gekauft werden können, wenn sie ihre alten Felder durch den Tagebau verloren haben. Diese neuen Felder weisen viel bessere Aspekte auf als die alten Felder der Landwirte, da sie zum Beispiel alle sehr ebenerdig sind, wodurch es keinen Ausfall von Ernte gibt, wenn sie, auf einem Hügel zu wenig und, in einer Absenkung zu viel Wasser abbekommen. Teilweise ist dieser Boden auch nährstoffreicher, als der Boden zuvor. Später fuhren wir noch durch ein forstlich rekultiviertes Gebiet. Das heißt, dass auf der rekultivierten Fläche heimische Bäume angepflanzt werden, die zu einem Wald wachsen. Zum Schluss fuhren wir über eine komplett neue Autobahn, die den Verkehr demnächst umleiten soll wenn der Tagebau die heutige Autobahn erreicht hat.

Um einen Einblick in das Leben der Leute zu bekommen, die bald ihre Häuser verlassen müssen, um in ein neues Dorf zu ziehen, besuchten wir, um etwa 13:45 Uhr, nach einer Mittagspause, Keyenberg.

Keyenberg ist ein Ortsteil der Stadt Erkelenz am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen. 51.08173° nördlicher Breite und 6.410999° östlicher Länge mit 830 Einwohnern. Keyenberg weist eine Größe von 6,34km² auf und hat somit eine Bevölkerungsdichte von 131 Einwohnern/ km2. Dort blieben wir etwa 45 Minuten, um das Dorf zu erkunden.

Das Dorf besteht aus einer Hauptstraße, von der mehrere kleine Wege abzweigen. Es wirkt sehr alt, da viele Häuser renoviert werden müssten und an einigen Stellen erster Bauschutt von Abrissen zu finden ist. In dem Dorf gibt es nur einen Metzger, einen Blumenladen, eine Bäckerei und eine Bank und uns begegneten so gut wie keine Menschen. Bei unserer Besichtigung fanden wir auch den Friedhof des Dorfes, auf dem alte Gräber von Soldaten und andere sehr alte Gräber zu finden sind. Im Dorfkern steht eine Kirche, neben der sich ein Denkmal befand, um den Kriegsopfern des zweiten Weltkriegs zu gedenken. Neben diesem Denkmal gibt es noch eine große Menge weitere historische Hinweise, wie eine Säule in der Nähe des Friedhofs mit eingravierten Bibelzeilen oder die in Stein gemeißelten Jahreszahlen an der Kirche. In der Nähe unseres Busses, fanden wir außerdem noch einen alten Stadtplan, der jedoch mit Moos zugewachsen war, sodass man nichts mehr erkennen konnte. Neben diesem Stadtplan war ein Wegweiser platziert, an dem sowohl Fahrradrouten vorgeschlagen wurden, jedoch an dem auch ein kleines Schild angebracht war, auf dem ein Braunkohlebagger die Kirche zerstört. Mit diesem Schild sollte, mit großer Wahrscheinlichkeit, ein Zeichen gegen den Braunkohleabbau gesetzt werden.

Borschemich (neu) ist ein zwangsumgesiedeltes Dorf mit 480 Einwohnern. Es liegt im Südwesten von Mönchengladbach, in Nordrhein-Westfalen und im Süden grenzt es an Erkelenz, auf das die Ortschaft aufgebaut hat. Wir haben dort um etwa 14:45 Uhr einen Abstecher hingemacht, um den Unterschied zwischen einem Ort, der kurz vor einer Zwangsumsiedlung steht, und einem Ort der vor ein paar Jahren schon zwangsumgesiedelt wurde, zu erkennen. Wir hatten dort eine halbe Stunde Zeit um uns umzuschauen und die Unterschiede festzustellen.

Uns fiel auf, dass die meisten Straßennamen aus dem alten Ort übernommen und einfach ein „neu“ davor gehängt wurde. Außerdem wurden der Friedhof und ein Denkmal neu aufgebaut. Die Anwohner durften sich aussuchen ob sie verstorbene Angehörige mit umsiedeln oder einfach zurück lassen wollen. Es gab eine sehr moderne Kirche, bei der wir uns jedoch alle sicher waren, dass sie nicht sehr schön und überhaupt nicht kirchlich aussieht. Im Vergleich zu dem Ort vor der Zwangsumsiedlung, gab es größere Grundstücke mit größeren Häusern, die auch alle wie die Kirche sehr modern gebaut wurden. An den Häusern des Ortes entlang war noch eine Grünanlage mit einem großen Spielplatz. Für Anwohner war vor Ort eine Volksbank, jedoch gab es keine Geschäfte, weil der kleine Ort direkt an Erkelenz angrenzt.

Abschließend können wir sagen, dass es eine sehr informative Exkursion war, die uns allen die Vor- und Nachteile des Braunkohleabbaus näher gebracht hat.

Janne Lax und Sandra Fiethen, EF

Schulprofil

Sponsoren

Sparkasse Krefeld

Ostwall 155
47798 Krefeld

Tel.: 02151/68-0
www.sparkasse-krefeld.de

plast
laminiertechnik

Kaschieren, Laminieren, Veredeln

Wilhemplatz 2
47918 Tönisvorst

Tel.: 02151/792579
www.plast-laminiertechnik.de

Paracelsus
Apotheke

Inh.: Heike Hölzl

Hochstr. 43
47918 Tönisvorst

Tel.:02151/970650

BÄREN-APOTHEKE

Krefelder Str. 1
47918 Tönisvorst

Tel.: 02151/798825
Fax: 02151/790363

Schreibwaren
Schwirtz

Erika Schwirtz

Hochstr. 3a
47918 Tönisvorst

Tel.:02151/970638
Fax: 02151/791682

Fleischer
Fachgeschäft

Jürgen Wenders

Willicher Str. 24
7918 Tönisvorst

Tel: 02151/790140

Hirsch Apotheke

Inhaber: Ralf Weckop

Hochstr. 3
47918 Tönisvorst

Tel. 02151/790248

K. & A. Panzer GbR

Unterweiden 140
47918 Tönisvorst

Tel.: 02151/994722
Fax: 02151/994721

Volksbank Krefeld eG
Dionysiusplatz 23
47798 Krefeld
Telfon 02151 5670-0
www.vbkrefeld.de

Automotive-Service
Autovermietung Logistik

Kuhleshütte 30-32,
47809 Krefeld

Maysweg 15
47918 Tönisvorst
Tel.: 02151/791704

www.moebel-klauth.de

nach oben